Sommer, Sonne, Hitze: Hundefutter bei warmen Temperaturen anpassen

Wenn die Temperaturen steigen, verändert sich der Energiebedarf deines Hundes. Erfahre, wie du das Hundefutter an warme Jahreszeiten anpasst und welche Produkte sich besonders eignen.

Warum du das Hundefutter im Sommer anpassen solltest

Wenn die Sommermonate anbrechen und die Temperaturen auf 25 Grad Celsius oder mehr klettern, verändert sich der Stoffwechsel deines Hundes erheblich. Anders als wir Menschen können Hunde nicht durch Schwitzen ihre Körpertemperatur regulieren – sie hecheln primär und geben über die Pfoten sowie die Zunge Wärme ab. Dieser Prozess erfordert Energie und beeinflusst gleichzeitig den Appetit und den Nährstoffbedarf deines Vierbeiners.

Bei Hitze reduzieren viele Hunde ihre Futteraufnahme automatisch. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus, denn die Verdauung von schwerem, proteinreichem Futter erzeugt zusätzliche Körperwärme. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Flüssigkeit und bestimmten Nährstoffen wie Elektrolyten. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer solltest du diese Veränderungen erkennen und das Futter entsprechend anpassen.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Futterwahl kannst du deinem Hund auch im Sommer eine optimale Versorgung bieten, ohne ihn unnötig zu belasten. Leichte, gut verdauliche Rezepturen mit hohem Feuchtigkeitsgehalt oder hydrierende Zusätze sind dabei besonders vorteilhaft. Auch die Fütterungszeiten spielen eine wichtige Rolle – füttere am besten früh morgens und spät abends, wenn die Temperaturen etwas gesunken sind.

Worauf du bei der Futterwahl im Sommer achten solltest

Die Auswahl des richtigen Sommerfutters erfordert Aufmerksamkeit für mehrere wichtige Faktoren. Zunächst spielt die Leichtverdaulichkeit eine zentrale Rolle: Futter mit einem hohen Anteil an hochwertigen tierischen Proteinen, aber ohne schwer verdauliche Zusätze wie Getreide oder künstliche Konservierungsstoffe, entlastet den Verdauungstrakt deines Hundes. Getreidefreie Rezepturen sind dabei besonders vorteilhaft, da sie weniger Blähungen verursachen und schneller verdaut werden.

Omega-3-Fettsäuren sind ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Sommerfütterung. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vor allem in Fischprodukten vorkommen, unterstützen nicht nur ein glänzendes Fell, sondern haben auch entzündungshemmende Eigenschaften. Bei Hitze kann dies dazu beitragen, Hautirritationen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden deines Hundes zu steigern.

Ein weiterer Punkt ist der Feuchtigkeitsgehalt des Futters. Während Trockenfutter generell weniger Feuchtigkeit enthält, gibt es Alternativen, die besonders für die Sommermonate geeignet sind. Achte auch auf die Größe der Futterkörner – kleinere Brocken sind für Hunde bei Hitze oft angenehmer zu fressen und einfacher zu kauen.

Nicht zuletzt solltest du auf natürliche Zutaten ohne künstliche Zusätze setzt. Im Sommer sind Hunde oft empfindlicher gegenüber stark riechenden oder intensiv schmeckenden Zutaten. Ein naturbelassenes Futter mit klar deklarierten Inhaltsstoffen ist daher die beste Wahl für die warmen Monate.

Die Rolle von Fischfutter bei warmen Temperaturen

Fischbasiertes Hundefutter erfreut sich gerade in den Sommermonaten wachsender Beliebtheit – und das aus gutem Grund. Im Vergleich zu Fleischsorten wie Rind oder Huhn ist Fisch generell leichter verdaulich und erzeugt während der Verdauung weniger Körperwärme. Das macht ihn zur idealen Proteinquelle für heiße Tage, wenn der Stoffwechsel deines Hundes ohnehin bereits stärker beansprucht wird.

Die hohen Anteile an Omega-3-Fettsäuren in Fischfutter wie Lachs, Forelle oder Arctic Fish bieten gleich mehrere Vorteile für den Sommer. Diese Fettsäuren unterstützen die Herzgesundheit, fördern ein gesundes Fell und können entzündungshemmend wirken. Bei manchen Hunden, die im Sommer zu Hautproblemen oder Juckreiz neigen, kann die Zugabe von Omega-3-Fettsäuren eine spürbare Linderung bringen.

Ein weiterer Vorteil von Fischfutter ist sein natürlich intensives Aroma, das auch bei reduzierter Futtermenge für eine gute Akzeptanz sorgt. Viele Hunde, die bei Hitze weniger fressen, nehmen Fischfutter besser an als andere Sorten. Gleichzeitig sind die meisten Fischrezepturen getreidefrei formuliert, was die Verträglichkeit zusätzlich verbessert.

Wichtig ist jedoch, auf die Qualität des Fischfutters zu achten. Hochwertige Produkte verwenden ganze Fische oder Fischfilets anstelle von Fischmehl als Hauptproteinquelle. Die Wolfsblut Arctic Fish Adult und die Real Nature Adult Lachs & Kartoffeln setzen genau auf diese Qualitätsstandards und bieten deinem Hund eine artgerechte, sommerfreundliche Ernährung.

Praktische Tipps für die Sommerfütterung

Neben der Wahl des richtigen Futters spielen auch die Fütterungsgewohnheiten eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden deines Hundes im Sommer. Verteile die Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten – zwei bis drei Portionen am Tag sind ideal. Dies entlastet den Verdauungstrakt und verhindert, dass dein Hund eine zu große Menge auf einmal aufnehmen muss.

Die Timing-Frage ist ebenfalls wichtig: Füttere deinen Hund am besten früh morgens vor 8 Uhr und spät abends nach 20 Uhr, wenn die Temperaturen gesunken sind. Meide die Mittagsstunden komplett, da die Verdauung bei Hitze ohnehin schon anstrengender ist. Auch die Futtertemperatur spielt eine Rolle – füttere niemals aufgewärmtes Futter und stelle die Schüssel nicht in die direkte Sonne.

Die Wasserversorgung ist im Sommer non-negotiable: Stelle sicher, dass dein Hund jederzeit Zugang zu frischem, kühlem Wasser hat. Erwäge die Anschaffung einer zweiten Wasserschüssel, insbesondere wenn du längere Zeit unterwegs bist. Bei sehr großer Hitze kannst du dem Wasser auch etwas Eiswürfel hinzufügen – viele Hunde finden das erfrischend.

Beobachte deinen Hund aufmerksam: Wenn er trotz warmer Temperaturen weiterhin gut frisst und aktiv ist, musst du dir keine Sorgen machen. Sollte er jedoch über längere Zeit die Futteraufnahme verweigern, lethargisch wirken oder Anzeichen von Dehydrierung zeigen, suche bitte einen Tierarzt auf. Diese Symptome können auf ernsthaftere Probleme hinweisen, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern.

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