Hundefutter umstellen: So gelingt der Futterwechsel ohne Probleme

Erfahre, wie du das Hundefutter deines Vierbeiners Schritt für Schritt umstellst und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest. Mit unseren Profi-Tipps gelingt der Futterwechsel ohne Magenprobleme.

Warum du dein Hundefutter umstellen möchtest

Das Thema Hundefutter umstellen begegnet fast jedem Hundebesitzer irgendwann im Leben seines Vierbeiners. Vielleicht hat dein Hund ein Alter erreicht, in dem er andere Nährstoffe benötigt als Welpe, oder du hast festgestellt, dass sein aktuelles Futter nicht optimal für ihn geeignet ist. Auch gesundheitliche Gründe, Geschmackspräferenzen oder schlicht der Wunsch nach einer hochwertigeren Ernährung können Anlässe für einen Futterwechsel sein.

Ein Futterwechsel ist jedoch keine Entscheidung, die du leichtfertig treffen solltest. Das Verdauungssystem deines Hundes ist empfindlicher, als du vielleicht denkst, und eine abrupte Umstellung kann zu unangenehmen Beschwerden führen. Deshalb ist es wichtig, den Prozess richtig zu planen und durchzuführen. In diesem Guide erklären wir dir alles, was du als Anfänger wissen musst, um den Futterwechsel für deinen Hund so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Wann ein Futterwechsel sinnvoll ist

Es gibt verschiedene Situationen, in denen ein Wechsel des Hundefutters sinnvoll oder sogar notwendig sein kann. Der häufigste Grund ist der Übergang vom Welpenfutter zum Adult-Futter, wenn dein Hund ausgewachsen ist. Dieser Wechsel sollte typischerweise zwischen dem 12. und 24. Lebensmonat erfolgen, je nach Rasse und individuellem Entwicklungsstand deines Hundes.

Auch wenn dein Hund Anzeichen einer Unverträglichkeit zeigt, solltest du über einen Futterwechsel nachdenken. Typische Symptome sind wiederkehrender Durchfall, Blähungen, Juckreiz oder Hautprobleme, glanzloses Fell sowie ein genereller Mangel an Energie. In solchen Fällen kann ein Futter mit anderen Proteinquellen oder ohne bestimmte Zusatzstoffe die Lösung sein. Manchmal ist auch einfach nur der Wunsch nach einer qualitativ hochwertigeren Ernährung mit mehr Fleischanteil und natürlichen Zutaten der Grund für einen Wechsel.

So funktioniert die richtige Futterumstellung

Die goldene Regel bei der Futterumstellung lautet: Langsam und schrittweise vorgehen. Eine abrupte Umstellung kann den Verdauungstrakt deines Hundes erheblich belasten und zu Durchfall, Erbrechen oder Appetitlosigkeit führen. Der Verdauung deines Hundes braucht Zeit, sich an die neue Zusammensetzung zu gewöhnen, da unterschiedliche Futtermittel unterschiedliche Mengen an Ballaststoffen, Proteinen und Fetten enthalten.

Die empfohlene Vorgehensweise erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa sieben bis zehn Tagen. Beginne damit, am ersten und zweiten Tag etwa 75 Prozent des alten Futters mit 25 Prozent des neuen Futters zu mischen. In den nächsten Tagen erhöhst du den Anteil des neuen Futters schrittweise: etwa 50 zu 50 am dritten und vierten Tag, dann 75 Prozent neues Futter und 25 Prozent altes Futter bis zum siebten Tag. Ab dem achten Tag kannst du vollständig auf das neue Futter umsteigen. Diese langsame Gewöhnung gibt den Darmbakterien deines Hundes die Möglichkeit, sich auf die neue Nahrung einzustellen.

Worauf du beim Futterwechsel achten solltest

Bei der Auswahl des neuen Hundefutters solltest du mehrere Faktoren berücksichtigen, die für die Gesundheit deines Hundes entscheidend sind. Der Fleischanteil ist ein wichtiger Qualitätsindikator, wobei du darauf achten solltest, dass echte Fleischsorten und nicht nur Fleischnebenerzeugnisse verarbeitet wurden. Ein hoher Proteinanteil ist besonders für aktive Hunde wichtig, während ältere Hunde oft von einem etwas geringeren Eiweißgehalt profitieren.

Achte auch auf die Getreidefreiheit des Futters, wenn dein Hund zu Verdauungsproblemen neigt. Viele Hunde vertragen Getreide schlecht, und getreidefreie Futtermittel können hier eine Lösung darstellen. Die Größe der Futterstücke sollte außerdem zur Größe deines Hundes passen, da kleinere Rassen oft Probleme mit zu großen Kroketten haben können. Nicht zuletzt spielen auch individuelle Bedürfnisse wie Allergien, Gewichtsprobleme oder altersbedingte Ansprüche eine wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen Futters.

Typische Probleme beim Futterwechsel und ihre Lösungen

Trotz sorgfältiger Planung können beim Futterwechsel Probleme auftreten, die du kennen und richtig handhaben solltest. Wenn dein Hund das neue Futter zunächst verweigert, könnte dies an der ungewohnten Konsistenz, dem anderen Geruch oder Geschmack liegen. In diesem Fall kannst du das Futter leicht anwärmen, um den Geruch intensiver zu machen, oder etwas nasses Futter untermischen, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Bei Verdauungsproblemen wie leichtem Durchfall oder weichem Kot solltest du den Übergang noch langsamer gestalten oder sogar einen Tag zurückgehen, bis sich die Verdauung wieder stabilisiert hat. Sollten die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage anhalten oder sehr stark sein, ist es ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren, um ernsthaftere Ursachen auszuschließen. Manchmal verträgt ein Hund auch bestimmte Zutaten im neuen Futter nicht, sodass ein Wechsel zu einer anderen Rezeptur notwendig werden kann.

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