Hundefutter kaufen: Darauf musst du bei der Auswahl achten

Die Wahl des richtigen Hundefutters ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes. Erfahre, welche Kriterien wirklich wichtig sind und wie du das passende Futter für deinen Vierbeiner findest.

Warum die richtige Futterwahl so wichtig ist

Du stehst vor dem Regal im Zoofachgeschäft oder scrollst durch unzählige Online-Angebote und fragst dich, welches Hunfutter das richtige für deinen Vierbeiner ist? Diese Entscheidung ist gar nicht so einfach, wie sie zunächst erscheinen mag. Die Ernährung bildet die Grundlage für ein langes, gesundes Hundeleben und beeinflusst maßgeblich Faktoren wie Fellbeschaffenheit, Energielevel, Verdauung und sogar das Verhalten deines Hundes.

Ein Hund hat völlig andere Ernährungsbedürfnisse als wir Menschen oder andere Haustiere. Als Nachfahr des Wolfes ist er zwar ein Fleischfresser, hat sich aber über Jahrtausende an eine omnivore Ernährung angepasst. Dennoch unterscheiden sich seine Bedürfnisse je nach Rasse, Alter, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand erheblich. Ein Welpe braucht andere Nährstoffe als ein Senior, ein aktiver Jagdhund andere als ein gemütlicher Familienhund.

Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Wissen findest du garantiert ein Futter, das deinen Hund rundum versorgt und ihm schmeckt. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt und welche Produkte sich für unterschiedliche Bedürfnisse eignen.

Die wichtigsten Kriterien beim Hundefutterkauf

Beim Kauf von Hundefutter solltest du verschiedene Aspekte berücksichtigen, die zusammen genommen das optimale Futter für deinen Hund ergeben. Hier sind die wichtigsten Faktoren, auf die es ankommt:

  • Proteingehalt und Fleischanteil: Hunde brauchen hochwertiges Protein für Muskelaufbau und -erhalt. Der Proteingehalt sollte bei adulten Hunden zwischen 25 und 35 Prozent liegen. Noch wichtiger als die reinen Zahlen ist jedoch die Qualität der Proteinquellen. Ein hoher Fleischanteil mit klar deklarierten Proteinquellen ist besser als pflanzliche Eiweiße oder nicht näher bezeichnetes "Fleisch".
  • Fettgehalt und Fettsäuren: Fett ist für Hunde nicht nur eine wichtige Energiequelle, sondern liefert auch essenzielle Fettsäuren für ein glänzendes Fell und gesunde Haut. Ein Fettgehalt zwischen 12 und 18 Prozent ist für die meisten ausgewachsenen Hunde ideal. Achte auf Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die besonders wertvoll für die Gesundheit sind.
  • Getreide oder getreidefrei: Diese Frage wird kontrovers diskutiert. Während manche Hunde problemlos Getreide vertragen, reagieren andere empfindlich darauf. Getreidefreie Futtermittel setzen oft auf Alternativen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchte. Für Hunde mit Allergien oder Unverträglichkeiten ist getreidefreie Kost oft die bessere Wahl.
  • Zusatzstoffe: Hochwertiges Futter kommt mit wenigen künstlichen Zusätzen aus. Vermeide Produkte mit künstlichen Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln. Natürliche Antioxidantien wie Vitamin E sind den künstlichen Varianten vorzuziehen.

Rassespezifische und altersbedingte Unterschiede

Nicht jeder Hund ist gleich – und deshalb braucht auch nicht jeder das gleiche Futter. Die Ernährungsbedürfnisse variieren erheblich je nach Rasse, Alter und individuellem Gesundheitszustand. Ein sensibler Chihuahua hat andere Bedürfnisse als ein robuster Labrador, und ein Welpe braucht eine völlig andere Nährstoffzusammensetzung als ein Seniorhund.

Rassen spielen eine wichtige Rolle: Große Rassen wie Doggen, Bernhardiner oder Irische Wolfshunde haben andere Bedürfnisse als kleine Rassen wie Chihuahuas, Dackel oder Yorkshire Terrier. Große Hunde neigen zu Gelenkproblemen, weshalb Futtermittel mit zusätzlichem Glucosamin und Chondroitin sinnvoll sein können. Kleine Hunde hingegen haben einen schnelleren Stoffwechsel und benötigen energiereicheres Futter in kleinerer Krokettenform. Die Körnergröße ist kein optisches Detail, sondern entscheidend für die Fressbarkeit und Verdauung.

Das Alter deines Hundes ist ein weiterer entscheidender Faktor. Welpen benötigen ein Futter mit höherem Energie- und Proteingehalt, um ihr Wachstum zu unterstützen. Der Calcium- und Phosphorgehalt muss genau auf die Bedürfnisse wachsender Hunde abgestimmt sein, um Knochenprobleme zu vermeiden. Ab etwa dem siebten Lebensjahr spricht man von Seniorhunden. Sie bewegen sich weniger, ihr Stoffwechsel verlangsamt sich und sie benötigen ein Futter mit weniger Kalorien, aber hochwertigen Proteinen, um die Muskulatur zu erhalten.

Trockenfutter, Nassfutter oder BARF – welche Futterart passt zu dir?

Die Wahl der Futterart ist fast genauso wichtig wie die Auswahl des richtigen Produkts. Jede Fütterungsmethode hat ihre Vor- und Nachteile, die du abwägen solltest. Die drei Hauptkategorien sind Trockenfutter, Nassfutter und biologisch artgerechtes Rohfutter (BARF).

Trockenfutter ist mit Abstand die beliebteste Futterart in deutschen Haushalten. Es ist praktisch in der Handhabung, lässt sich gut dosieren und lagern, und die meisten Hunde fressen es gerne. Ein weiterer Vorteil ist die positiver Wirkung auf die Zahngesundheit: Das Kauen der Kroketten kann Zahnbeläge reduzieren. Hochwertiges Trockenfutter enthält alle notwendigen Nährstoffe in konzentrierter Form. Die Produkte in diesem Vergleich sind allesamt Trockenfutter, das zeigt, wie beliebt diese Kategorie ist.

Nassfutter hat einen höheren Feuchtigkeitsgehalt und schmeckt für viele Hunde intensiver. Es eignet sich besonders für wählerische Hunde, kranke Tiere oder Hunde, die wenig trinken. Der Nachteil ist der höhere Preis und die kürzere Haltbarkeit nach dem Öffnen. BARF, also die Fütterung mit rohem Fleisch, Gemüse und Obst, liegt im Trend. Befürworter schwören auf die naturnahe Ernährung, jedoch erfordert diese Methode viel Wissen über die richtige Nährstoffbalance und birgt hygienische Risiken.

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