Hund braucht Abwechslung im Futter: Fakt oder Fiktion?
Viele Hundehalter fragen sich, ob ihr Vierbeiner regelmäßig neues Futter braucht. Wir räumen mit den häufigsten Mythen auf und zeigen, was wirklich hinter dem Thema Futterabwechslung steckt.
Die große Frage: Braucht mein Hund wirklich Abwechslung?
Wenn du deinen Hund beim Fressen beobachtest, hast du dich vielleicht schon gefragt: Langweilt ihm das gleiche Futter nicht? Schließlich essen wir Menschen auch nicht jeden Tag das Gleiche. Die Frage, ob Hunde Abwechslung im Futter brauchen, beschäftigt viele Tierhalter und sorgt immer wieder für Diskussionen in Hundeforen und beim Tierarzt.
Die Antwort ist überraschend differenziert. Anders als Menschen, bei denen Abwechslung wichtig für die Nährstoffvielfalt und das psychische Wohlbefinden ist, haben Hunde einen völlig anderen Verdauungstrackt und andere Bedürfnisse. Ihr Geschmackssinn ist weniger ausgeprägt als unserer, und sie sind evolutionsbedingt darauf konditioniert, über längere Zeiträume mit derselben Nahrung zu überleben.
Trotzdem kursieren zahlreiche Mythen über dieses Thema, die wir in diesem Artikel kritisch unter die Lupe nehmen werden. Denn nicht alles, was sich hartnäckig hält, entspricht auch tatsächlich den wissenschaftlichen Erkenntnissen der modernen Tierernährung.
Mythos 1: Hunde langweilen sich beim Fressen
Der Mythos: Viele Hundehalter sind überzeugt, dass ihr Hund das gleiche Futter irgendwann leid ist und deswegen weniger frisst. Sie berichten von Augen, die nicht mehr leuchten, wenn der Napf hingestellt wird, und von einem offensichtlichen Desinteresse am Futter.
Die Wahrheit: Dieser Mythos ist wissenschaftlich nicht haltbar. Hunde besitzen im Gegensatz zu Menschen keine ausgeprägte Geschmacksvielfalt als psychologisches Bedürfnis. Sie haben etwa 1.700 Geschmacksknospen, während Menschen rund 9.000 haben. Ihr Appetit wird primär durch den Geruch und nicht durch den Geschmack gesteuert.
Die Erklärung: Was viele Halter als Langeweile interpretieren, ist in den meisten Fällen schlichtweg Sättigung oder Gewöhnung. Ein gesunder Hund frisst normalerweise willig sein gewohntes Futter, solange es seinen Nährstoffbedarf deckt und schmackhaft zubereitet ist. Wenn dein Hund plötzlich weniger frisst, stecken oft andere Ursachen dahinter – etwa Zahnprobleme, Verdauungsbeschwerden oder gesundheitliche Veränderungen. Eine Futterumstellung sollte daher immer mit einem Tierarzt abgesprochen werden, um ernsthafte Probleme auszuschließen.
Mythos 2: Ständige Futterumstellung schadet der Verdauung
Der Mythos: Diesem Mythos zufolge führt jeder Wechsel des Hunfutters zu schweren Verdauungsproblemen wie Durchfall, Erbrechen oder Blähungen. Die Mikroflora im Hundedarm soll sich an ein bestimmtes Futter anpassen müssen und bei häufigen Wechseln aus dem Gleichgewicht geraten.
Die Wahrheit: Die Verdauung eines gesunden Hundes ist wesentlich anpassungsfähiger als oft angenommen. Der canine Verdauungstrakt ist evolutionell darauf ausgelegt, unterschiedliche Nahrungsquellen zu verarbeiten – von Aas über Beute bis hin zu pflanzlichen Resten.
Die Erklärung: Tatsächlich kann eine kontrollierte Futterumstellung sogar positive Effekte haben. Der Darm profitiert von einer gewissen Vielfalt, da verschiedene Futtermittel unterschiedliche Ballaststoffe und Nährstoffe liefern. Problematisch wird es erst, wenn du deinen Hund ständig zwischen grundlegend verschiedenen Futtersorten wechselst – etwa von getreidefrei zu getreidehaltig oder zwischen Produkten mit völlig unterschiedlichen Proteinquellen. Ein schleichender Übergang über mehrere Tage ist dabei entscheidend. Produkte wie das Cooder Dog Adult Wild & Süßkartoffel bieten eine gute Möglichkeit, bei Bedarf auf eine andere Proteinquelle umzusteigen, ohne den Verdauungstrakt zu stark zu belasten.
Mythos 3: Ein Hund muss verschiedene Fleischsorten fressen
Der Mythos: Besonders in der Rohfütterungsszene kursiert die Meinung, dass Hunde unbedingt verschiedene Fleischsorten wie Rind, Huhn, Lamm und Wild essen müssen, um alle essentiellen Aminosäuren zu erhalten.
Die Wahrheit: Diese Aussage ist nicht korrekt. Hochwertiges Hundefutter ist bereits so konzipiert, dass es alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthält – auch wenn nur eine einzige Fleischsorte verwendet wird.
Die Erklärung: Die Aminosäuren, die ein Hund benötigt, sind in jedem hochwertigen tierischen Protein enthalten. Entscheidend ist nicht die Vielfalt der Fleischsorten, sondern die Qualität der Zutaten und die richtige Zusammensetzung des Futters. Das Purina Pro Plan Adult Sensitive Digestion Lachs & Reis beispielsweise kommt mit nur einer tierischen Proteinquelle aus – dem Lachs – und deckt dennoch alle Ernährungsbedürfnisse ab. Viel wichtiger als die Anzahl verschiedener Fleischsorten ist die Gesamtqualität der Rezeptur und die Verträglichkeit für den individuellen Hund. Bei Hunden mit Futtermittelallergien ist sogar das Gegenteil ratsam: Hier sollte man konsequent bei einer einzigen, verträglichen Proteinquelle bleiben.
Mythos 4: Premiumfutter macht abwechslungsreiche Fütterung überflüssig
Der Mythos: Manche Halter argumentieren, dass sie ihrem Hund ohnehin nur Premiumfutter geben und daher keine zusätzliche Abwechslung nötig sei. Die hochwertige Zusammensetzung mache alles andere überflüssig.
Die Wahrheit: Auch Premiumfutter kann nicht alle Vorteile einer durchdachten Futtervielfalt ersetzen – allerdings ist diese Vielfalt auch nicht zwingend erforderlich.
Die Erklärung: Hochwertige Produkte wie Wolfsblut Arctic Fish Adult mit seinem hohen Fischanteil von 70 Prozent bieten zwar eine ausgezeichnete Nährstoffversorgung und sind getreidefrei, was für viele Hunde vorteilhaft ist. Dennoch kann es sinnvoll sein, bei bestimmten Anlässen oder gesundheitlichen Bedürfnissen zu variieren – etwa bei einem Wechsel der Lebensphase, bei Gewichtsproblemen oder wenn der Hund bestimmte Nährstoffe besser aus anderen Quellen aufnimmt. Die Devise lautet also nicht "entweder oder", sondern "sowohl als auch". Ein gutes Basisfutter kombiniert mit gezielten Ergänzungen oder gelegentlichen Abwechslungen kann die optimale Strategie sein.
Mythos 5: Fischfutter ist immer besser als Fleischfutter
Der Mythos: Angesichts der vielen Vorteile von Omega-3-Fettsäuren sind viele Halter überzeugt, dass Fischfutter grundsätzlich die beste Wahl für jeden Hund ist.
Die Wahrheit: Diese Verallgemeinerung ist nicht haltbar. Fischfutter eignet sich hervorragend für bestimmte Hunde, ist aber keineswegs für alle Tiere die optimale Wahl.
Die Erklärung: Das Wolfsblut Arctic Fish Adult ist ein ausgezeichnetes Produkt für Hunde mit empfindlicher Verdauung oder Allergien, da Fisch oft besser vertragen wird als Fleisch und zudem reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren ist. Allerdings gibt es auch Hunde, die Fisch schlichtweg nicht mögen oder bei denen der intensive Geruch zu Akzeptanzproblemen führt. Zudem kann zu viel Fisch einzelne Nährstoffverhältnisse aus dem Gleichgewicht bringen. Die beste Wahl hängt vom individuellen Hund ab – seiner Gesundheit, seinen Vorlieben und seinen spezifischen Bedürfnissen. Eine pauschale Empfehlung für alle Hunde ist daher nicht möglich.
Mythos 6: Getreidefreies Futter ist immer die gesündere Wahl
Der Mythos: Der Getreidefrei-Trend hat auch die Hundeernährung erfasst. Viele Halter sind überzeugt, dass Getreide grundsätzlich ungesund für Hunde ist und jedes Qualitätsfutter daher getreidefrei sein sollte.
Die Wahrheit: Getreide ist für Hunde nicht per se schädlich. Die Frage der Verträglichkeit hängt stark vom individuellen Tier ab.
Die Erklärung: Hunde sind sogenannte Karnivoren mit einer gewissen omnivoren Komponente – sie können Getreide durchaus verwerten, wenn es richtig aufbereitet ist. Problematisch wird Getreide erst bei Hunden mit nachgewiesenen Allergien oder Unverträglichkeiten. Das Purina Pro Plan Adult Sensitive Digestion Lachs & Reis enthält beispielsweise Reis und Getreide und ist dennoch ein hochwertiges, gut verträgliches Futter für Hunde mit sensiblen Mägen. Die Entscheidung für oder gegen Getreide sollte also auf Fakten basieren – auf dem Gesundheitszustand deines Hundes und nicht auf Trends. Übrigens: Süßkartoffel, ein beliebter Getreideersatz in Futtermitteln wie dem Cooder Dog Adult Wild & Süßkartoffel, ist zwar getreidefrei, enthält aber von Natur aus mehr Zucker als manche Getreidesorten.
Mythos 7: Mehr Protein bedeutet automatisch bessere Ernährung
Der Mythos: Viele Halter achten beim Futterkauf vor allem auf den Proteingehalt und sind überzeugt: Je höher, desto besser für meinen Hund.
Die Wahrheit: Ein hoher Proteingehalt ist nicht automatisch gleichzusetzen mit höherer Qualität oder besserer Eignung für jeden Hund.
Die Erklärung: Die Qualität von Protein bemisst sich an der Verwertbarkeit und den enthaltenen Aminosäuren, nicht nur am prozentualen Gehalt. Ein Futter mit 26 Prozent Protein kann hochwertiger sein als eines mit 38 Prozent, wenn die Proteinquellen besser verwertbar sind. Produkte wie das Wolfsblut Arctic Fish Adult bieten mit 26 Prozent Protein ein ausgewogenes Verhältnis, das für die meisten ausgewachsenen Hunde ideal ist. Für Welpen, trächtige Hündinnen oder sehr aktive Hunde kann ein höherer Proteinanteil sinnvoll sein – für ältere, weniger aktive Hunde hingegen kann ein geringerer Proteingehalt sogar besser sein, um die Nieren nicht unnötig zu belasten.