Die richtige Futtermenge: Hundefutter Dosierung einfach berechnen

Erfahre, wie du die optimale Futtermenge für deinen Hund berechnest und worauf es bei der Dosierung wirklich ankommt – mit praktischen Tipps und unseren Produktempfehlungen.

Warum die richtige Futtermenge so wichtig ist

Die korrekte Futtermenge für deinen Hund zu bestimmen, ist eine der wichtigsten Aufgaben als verantwortungsvoller Hundebescher. Eine falsche Dosierung kann langfristig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen – entweder zu Übergewicht mit all seinen Folgeerkrankungen wie Diabetes, Gelenkproblemen und Herzbelastung, oder zu Mangelerscheinungen bei Unterversorgung.

Übergewicht ist bei Hunden heute ein weit verbreitetes Problem: Schätzungen zufolge sind rund 40 bis 50 Prozent aller Haushunde in Deutschland zu schwer. Die Gründe sind vielfältig: zu große Futterrationen, zu viele Leckerlis, zu wenig Bewegung oder einfach falsche Futterauswahl. Dabei lässt sich Übergewicht bei Hunden genauso wie beim Menschen durch eine bewusste Ernährung und angepasste Futtermenge sehr gut in den Griff bekommen.

Doch auch das andere Extrem – eine zu geringe Fütterung – solltest du vermeiden. Dein Hund braucht täglich eine ausgewogene Menge an Nährstoffen, um gesund zu bleiben, ein glänzendes Fell zu entwickeln und genügend Energie für Spiel und Bewegung zu haben. Die richtige Dosis liegt irgendwo zwischen diesen beiden Extremen und hängt von vielen individuellen Faktoren ab, die wir dir in diesem Ratgeber erklären werden.

Faktoren, die die Futtermenge beeinflussen

Die optimale Futtermenge für deinen Hund ist kein fester Wert, sondern wird von zahlreichen individuellen Faktoren bestimmt. Das Körpergewicht deines Hundes ist dabei der offensichtlichste und wichtigste Anhaltspunkt. Die meisten Hersteller geben auf ihren Verpackungen Richtwerte an, die sich auf das Körpergewicht beziehen – allerdings sind dies nur grobe Orientierungen, die du an die besonderen Umstände deines Tieres anpassen musst.

Der Aktivitätsgrad spielt eine entscheidende Rolle. Ein Hund, der täglich mehrere Stunden im Freien unterwegs ist, Sport treibt oder arbeitet, benötigt deutlich mehr Energie als ein gemütlicher Apartmenthund. Auch das Alter deines Hundes beeinflusst den Nährstoffbedarf: Welpen und junge Hunde bis zu einem Jahr haben einen wesentlich höheren Energiebedarf als ausgewachsene Tiere, während ältere Hunde ab etwa sieben Jahren oft weniger Kalorien benötigen.

Weitere wichtige Faktoren sind die Rasse (große Rassen haben einen anderen Stoffwechsel als kleine), der Stoffwechsel des individuellen Tieres, eventuelle Gesundheitszustände wie Schilddrüsenunterfunktion oder Allergien, sowie die Futterqualität selbst. Hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil und optimierter Nährstoffzusammensetzung liefert mehr Energie pro Gramm als günstigere Sorten mit vielen Füllstoffen.

So berechnest du die richtige Futtermenge

Die einfachste Methode zur Bestimmung der Futtermenge bieten die Fütterungsempfehlungen der Hersteller, die du auf jeder Futterverpackung findest. Diese Angaben beziehen sich meist auf das Körpergewicht des Hundes und geben einen Bereich an, der von "geringem" bis "hohem" Energiebedarf reicht. Der Hersteller Royal Canin empfiehlt beispielsweise bei seinem Royal Canin Adult Light Weight Management eine angepasste Ration, die speziell für übergewichtige Hunde entwickelt wurde und dennoch alle notwendigen Nährstoffe liefert.

Eine präzisere Methode ist die Energiebedarfsberechnung: Der tägliche Energiebedarf eines erwachsenen Hundes liegt etwa bei 110 bis 130 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht bei normaler Aktivität. Diesen Grundbedarf multiplizierst du mit einem Aktivitätsfaktor – für sehr aktive Hunde liegt dieser bei 1,5 bis 2,0, für eher ruhige Hunde bei 0,8 bis 1,0. Das Ergebnis teilst du durch den Energiewert des Futters, den du der Verpackung entnehmen kannst.

Wichtig zu beachten: Diese Berechnungen sind nur Richtwerte. Beobachte deinen Hund regelmäßig – kannst du seine Rippen noch fühlen, aber nicht mehr sehen? Ist sein Bauch leicht eingezogen? Dann ist das Gewicht ideal. Nehme bei Unsicherheiten immer die Kontrolle beim Tierarzt wahr, der den Ernährungszustand deines Hundes beurteilen und die Futtermenge gegebenenfalls anpassen kann.

Futterauswahl: Verschiedene Produkttypen für unterschiedliche Bedürfnisse

Neben der reinen Mengenberechnung spielt auch die Wahl des richtigen Futters eine entscheidende Rolle für die Gesundheit deines Hundes. Die drei von uns getesteten Produkte repräsentieren unterschiedliche Kategorien, die für verschiedene Situationen geeignet sind.

Das Royal Canin Adult Light Weight Management ist ein Diätfutter, das speziell für übergewichtige Hunde konzipiert wurde. Mit einem reduzierten Fettgehalt von nur 11 Prozent und einem hohen Ballaststoffgehalt sorgt es für ein Sättigungsgefühl bei gleichzeitiger Reduktion der Kalorienaufnahme. Der hohe Proteingehalt von 30 Prozent hilft dabei, die Muskelmasse während der Diät zu erhalten – ein wichtiger Aspekt, der bei vielen Diätfuttermitteln vernachlässigt wird.

Das Rinti Bestes Futter Adult Rind & Hirse hingegen bietet einen hohen Fleischanteil von 65 Prozent und ist getreidefrei. Es eignet sich besonders für Hunde mit Getreideunverträglichkeiten oder Allergien. Der moderate Protein- und Fettgehalt macht es zu einer guten Wahl für Hunde mit normalem Gewicht und durchschnittlichem Aktivitätslevel.

Das Bosch Adult Huhn & Reis repräsentiert die Kategorie der traditionellen Alleinfutter mit ausgewogenem Nährstoffprofil. Mit einem Proteinanteil von 26 Prozent und einem Fettgehalt von 14 Prozent liegt es im mittleren Bereich und eignet sich für die meisten ausgewachsenen Hunde mit normalem Energiebedarf. Die deutsche Marke Bosch punktet mit einer transparenten Deklaration und guter Verträglichkeit.

Praktische Checkliste für die Futterdosierung

Mit dieser Checkliste kannst du die Futtermenge für deinen Hund Schritt für Schritt optimal einstellen:

  • Körpergewicht messen: Wiege deinen Hund regelmäßig, am besten einmal monatlich. Nur so kannst du Veränderungen frühzeitig erkennen und die Futtermenge anpassen.
  • Körperzustand beurteilen: Kontrolliere, ob du die Rippen noch fühlen kannst. Bei Übergewicht solltest du die Futtermenge reduzieren – das Royal Canin Adult Light Weight Management kann hier eine gute Wahl sein.
  • Aktivitätslevel einschätzen: Berücksichtige den täglichen Bewegungsumfang deines Hundes. Mehr Bewegung bedeutet mehr Kalorienbedarf.
  • Fütterungsempfehlung beachten: Nutze die Angaben auf der Verpackung als Ausgangspunkt und passe sie individuell an.
  • Leckerlis einrechnen: Vergiss nicht, die Kalorien aus Snacks und Leckerlis in die tägliche Gesamtration einzurechnen.
  • Portionen aufteilen: Teile die Tagesration auf mindestens zwei Mahlzeiten auf, um den Stoffwechsel zu unterstützen.
  • Wasser bereitstellen: Achte darauf, dass dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser hat.
  • Erfolge kontrollieren: Wiege deinen Hund nach zwei bis drei Wochen erneut und passe die Menge bei Bedarf an.
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